Hessen im Öko Landbau vorne
Hessen ist nach Mitteilung des Landwirtschaftsministeriums das Bundesland mit der größten Anbaufläche für Bio-Lebensmittel und umfasst mittlerweile rund 72.000 Hektar Fläche. «Jeder zwölfte deutsche Ökobauer wirtschaftet in Hessen», sagte Ministerin Silke Lautenschläger (CDU) am Dienstag in Wiesbaden. Die Fläche für Ökolandbau in Hessen erstrecke sich auf rund 72 700 Hektar und damit auf 9,5 Prozent der Gesamtfläche des Bundeslands. Im Bundesdurchschnitt belege ökologische Landwirtschaft nur 5,6 Prozent der Fläche.
Die Zahl ökologisch arbeitender Betriebe in Hessen habe in den zurückliegenden Jahren stetig zugenommen, sagte Lautenschläger weiter. Circa 1.700 landwirtschaftliche Betriebe haben 2009 nach EC 834/2007 ökologisch produziert. Viele Betriebe hätten ihre Flächen ausgeweitet. Ökologische Produktion sei gerade für Bauern in Mittelgebirgsregionen eine Chance, wo der Ernteertrag geringer sei als im Flachland. Entsprechend gebe es viele Ökobauern in der Rhön, im Vogelsberg, im Waldecker Upland, im Gladenbacher Land und im Dillbergland.
Die hessische Landesregierung fördere Bauern, die von konventioneller auf ökologische Produktionsweise umstellen, seit dem vergangenen Jahr stärker. Sie erhielten im ersten und zweiten Jahr pro Hektar Grünland 210 Euro statt zuvor 160 Euro, ab dem dritten Jahr 170 Euro. Pro Hektar Gemüse gebe es in den ersten beiden Jahren 480 Euro, für Dauerkulturen wie Spargel und Beeren eine dauerhafte Förderung von 560 Euro.
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