Deutsche Getreideernte unter Duchschnitt
Die diesjährige Ernte hat an den Nerven der Landwirte gezerrt. Geringere Erträge und Qualitätsverluste prägen die Ernte 2010. Sie fällt im längjährigen Mittel leicht unterdurchschnittlich aus. Die diesjährige Getreideernte in Deutschland beläuft sich nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMELV) auf insgesamt 40,1 Mio. t (ohne Körnermais und CCM) , das sind gut 11 Prozent weniger im Vergleich zur Rekordernte 2009. Allerdings liegt die Erntemenge nach wie vor deutlich über jener in den Jahren 2003 und 2007. Der durchschnittliche Hektarertrag fällt mit 65,0 dt/ha um 7,4 Prozent niedriger aus als ein Jahr zuvor. Im langjährigen Durchschnitt wurden rund 6 Prozent weniger Getreide geerntet. Die Körnermais- und CCM-Produktion umfasst aktuell 3,6 Mio. t, knapp 20 Prozent weniger als 2009.
An Winterraps wurden bundesweit 5,7 Mio. t eingefahren, gut 9 Prozent weniger als im Vorjahr. Den durchschnittlichen Rapsertrag gibt das BMELV mit 38,8 dt/ha an. Im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2004/09 sind in diesem Jahr insgesamt gut 6 Prozent mehr Raps geerntet worden. Das Gerstenaufkommen wird mit 10,4 Mio. t beziffert und liegt damit um 15 Prozent unter dem Vorjahr und 12 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt. Im Schnitt wurden 63,1 dt/ha geerntet. Damit liegt der Hektarertrag knapp 4 Prozent über dem langjährigen Mittel. Die Roggenernte erreicht nur 2,8 Mio. t. Sie liegt deutlich unter Vorjahr (-34 Prozent) und auch unter dem langjährigen Durchschnitt (-16 Prozent). Der Hektarertrag ist um 21 Prozent auf 45,1 dt/ha gegenüber dem Vorjahr eingebrochen. An Winterweizen wurden bundesweit 23,6 Mio. t geerntet, 5,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Der durchschnittliche Hektarertrag wird mit 72,3 dt/ha angegeben, knapp 8 Prozent weniger als im Vorjahr. Massiv gelitten haben aber die Qualitäten auf Grund der nassen und kühlen Witterung.
Quell: az
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