GV Mais von Monsanto und Pioneer in Ungarn vernichtet
Die ungarischen Behörden haben mehrere hundert Hektar mit gentechnisch veränderten (GV)-Mais vernichtet. Das Land lehnt den Einsatz von Gentechnik in der Nahrungsmittelerzeugung strikt ab. Bislang sind rund 400 ha GV-Mais vernichtet worden, berichtet Agra Europe London. Weitere 2.500 ha von nicht gentechnisch verändertem Mais werden von den ungarischen Behörden überwacht, weil eine Kontamination mit GV-Mais vermutet wird. Auch diese Bestände könnten vernichtet werden, sagte der ungarische Staatssekretär für ländliche Entwicklung, Lajos Bognar. Das Saatgut der Maispflanzen stammt unter anderem von den Unternehmen Pioneer und Monsanto. Pioneer kritisiert, dass die Entscheidung der ungarischen Behörden, dass Saatgut mit einem Anteil von mehr als 0,1 Prozent gentechnisch veränderten Organismen (GVO) vernichtet werden muss, zu spät erfolgt sei. Deshalb habe der Anbau nicht verhindert werden können. Die betroffenen Landwirte fordern nun Schadenersatz.
Ungarn ist einer von vier EU-Mitgliedstaaten, die einen Null-Toleranz-Ansatz für Gentechnik in der Nahrungsmittelproduktion verfolgen. Der Verzicht auf den Einsatz von Gentechnik wurde im April sogar mit in die neue Verfassung des Landes aufgenommen.
Quelle:az
« zurück


