BNN Pesticide erschweren rückstansfreie Bioproduktion

22.11.2011

Die Pestizideinträge aus der konventionellen Landwirtschaft in Gewässer bereiten auch im biologischen Anbau häufig Probleme. Wie der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) jetzt in Berlin mitteilte, kann deshalb bei Bio-Lebensmitteln eine vollständige Rückstandsfreiheit nicht garantiert werden. Eine hundertprozentige Sicherheit sei nur durch ein weltweites Verbot aller Pestizide zu erreichen. Laut BNN ist nach EU-Erhebungen ein Fünftel aller europäischen Oberflächengewässer weiterhin teilweise schwer schadstoffbelastet. Daran habe auch die vor mehr als zehn Jahren von der EU-Kommission erlassene Wasserrahmenrichtlinie, mit der sich jeder Mitgliedstaat verpfl ichtete, bis zum Jahr 2015 für oberirdische Gewässer einen guten ökologischen und chemischen Zustand zu erreichen, nicht oder unwesentlich verbessert. Vielmehr belaste der Pestizideintrag Europas Gewässer wesentlich stärker als bisher angenommen, klagt der BNN.
Weltweit müssen Biobauern damit leben, völlig unverschuldet Opfer der Schadstoffbelastung aus der konventionellen Landwirtschaft zu werden. So kämpften im vergangenen Jahr 300 brasilianische Biobauern wegen Endosulfan-Rückständen in ihrer Soja-Ernte ums Überleben. Mit einer „öffentlichen Stellungnahme" macht der BNN gezielt auf die negativen Umwelteinflüsse aufmerksam, die von den Bioproduzenten nicht beeinflusst werden können.
Quelle: bnn

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