BNN Pesticide erschweren rückstansfreie Bioproduktion
Die Pestizideinträge
aus der konventionellen
Landwirtschaft in Gewässer bereiten
auch im biologischen Anbau häufig Probleme. Wie der Bundesverband
Naturkost Naturwaren (BNN)
jetzt in Berlin mitteilte, kann deshalb
bei Bio-Lebensmitteln eine vollständige
Rückstandsfreiheit nicht garantiert
werden. Eine hundertprozentige
Sicherheit sei nur durch ein weltweites
Verbot aller Pestizide zu erreichen. Laut BNN ist nach EU-Erhebungen
ein Fünftel aller europäischen Oberflächengewässer weiterhin teilweise schwer
schadstoffbelastet. Daran habe auch
die vor mehr als zehn Jahren von der
EU-Kommission erlassene Wasserrahmenrichtlinie,
mit der sich jeder
Mitgliedstaat verpfl ichtete, bis zum
Jahr 2015 für oberirdische Gewässer
einen guten ökologischen und chemischen
Zustand zu erreichen, nicht
oder unwesentlich verbessert.
Vielmehr belaste der Pestizideintrag
Europas Gewässer wesentlich stärker
als bisher angenommen, klagt
der BNN.
Weltweit müssen Biobauern damit leben, völlig unverschuldet Opfer der
Schadstoffbelastung aus der konventionellen Landwirtschaft zu werden. So
kämpften im vergangenen Jahr 300 brasilianische Biobauern wegen
Endosulfan-Rückständen in ihrer Soja-Ernte ums Überleben. Mit einer
„öffentlichen Stellungnahme" macht der BNN gezielt auf die negativen
Umwelteinflüsse aufmerksam, die von den Bioproduzenten nicht beeinflusst
werden können.
Quelle: bnn
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