Getreide und Raps leidet im Osten Europas

08.02.2012

Insbesondere in der Ukraine zeichnet sich eine schwache Weizen- und Rapsernte 2012 ab. Die Auswinterungsschäden sollen die größten seit acht Jahren sein. UkrAgroConsult berichtet, dass bei  den Temperaturen von bis zu -34 °C  schon 2 Mio. ha Wintergetreide und Raps durch Auswinterung verloren sein können. Insgesamt könnten sogar 7,1 Mio. Hektar betroffen sein, denn ein Drittel der Wintergetreidesaaten war nach dem trockenen Herbst entsprechend schwach entwickelt in den Winter gestartet. Auf rund 1,3 Mio. ha sind die Saaten erst gar nicht aufgelaufen. Die offizielle Schätzung für die ukrainische Weizenernte 2012 wurde deshalb um 800.000 t auf 13,7 Mio. t nach unten korrigiert. Dies wäre ein Rückgang von nahezu 40% gegenüber dem Vorjahr.
Auch im Raps sieht es sehr schlecht aus. Über 20% der Flächen waren bereits vor dem Kälteeinbruch verloren. Auf rund 260.000 ha hat der Raps vor der Frostperiode nur zwei bis fünf Blätter gebildet und mindestens die Hälfte dieser Fläche wird den Winter wohl nicht überstehen. Nach Einschätzung von UkrAgroConsult wird die Ukraine aufgrund dessen bis 35% der Winterrapsflächen verlieren und nur auf eine Rapsernte von rund 1,1 Mio. t kommen.
Dies würde bedeuten, dass 2012 das zweite Jahr in Folge mit einer geringen Ernte wird.

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