Gerste könnte vom Export profitieren
Die Gerstenausfuhren werden im neuen Jahr wieder Fahrt aufnehmen. Davon könnten auch die Preise im Inland profitieren.
Obwohl die Gerstenexporte aus der EU und aus Deutschland derzeit ausgesprochen flau sind, deuten sich im kommenden Jahr wieder gute Exportmöglichkeiten für Gerste an. Auf dem Marktgeflüster der 'agrarzeitung' (az) während der Eurotier wies az-Korrespondent Hermann Steffen darauf hin, dass aus Deutschland nach Aussagen des Exporthandels in diesem Wirtschaftsjahr schon 500.000 bis 550.000 t für den Export gehandelt sind. Für einen Großteil davon erfolgt die Abwicklung aber erst im neuen Jahr.
Unmittelbar nach der Ernte hat Deutschland bereits 250.000 t Gerste exportieren können. Seitdem ist Ruhe, denn am internationalen Gerstenmarkt wurden aufgrund der Befürchtungen über einen möglichen Exportstop der Ukraine die Ausfuhren aus der Ukraine und auch Argentinien vorgezogen.
Wenn es gut liefe, könnten in diesem Wirtschaftsjahr aber noch 700.000 bis 750.000 t deutsche Gerste im Export verschwinden, schätze der Handel. Sollte das Exporttempo wieder anziehen, werde dies den Gerstenpreisen zugutekommen. In den Seehäfen bestehe die Chance, dass sie wieder bis auf 10 bis 15 €/t an die Weizenpreise herankommen könnten. Auch im Binnenland habe die Gerste Potential nach oben. Bei einer Preisdifferenz von 30 €/t zu Weizen sei sie unterbewertet. Mit steigenden Weizenpreisen werde sie auch wieder für die Mischfutterindustrie attraktiver, erwartet Steffen.
Quelle: az
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