Leguminsonanbau soll gefördert werden
Das Bundesagrarministerium (BMELV) will mehr Eiweißpflanzen auf deutschen Äckern. Ein Projekt kommt ins Rollen. Um den Anbau von Leguminosen zu verstärken und gezielt die Entwicklung und Herstellung von neuen Lebensmitteln und Lebensmittelzutaten daraus zu fördern, hat das BMELV eine Strategie entwickelt. Nach Angaben des Ministeriums waren an dessen Entwicklung Landwirte, Pflanzenzüchter, Wissenschaftler und Experten aus Verarbeitung und Verwertung beteiligt.
„Mit der neuen Eiweißpflanzenstrategie treiben wir den Anbau dieser auch ökologisch wichtigen Pflanzen voran und verringern bestehende Wettbewerbsnachteile", erläutert Agrarministerin Ilse Aigner das Vorhaben. Gleichzeitig sollen Wissenslücken durch verstärkte Forschung geschlossen und ein Technologie- und Wissenstransfer in die Praxis etabliert werden. Darüber hinaus müsse geklärt werden, wie der Anbau von Leguminosen durch agrarpolitische Instrumente wie Agrarumweltmaßnahmen oder andere Fördermöglichkeiten im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) weiter an Attraktivität gewinnen kann.
Als ersten Schritt zur Umsetzung der Eiweißpflanzenstrategie würden zwei Demonstrationsnetzwerke für Sojabohnen und Lupinen etabliert, in denen sich bis zum Jahr 2016 mindestens 100 Soja- und 30 Lupinenbetriebe organisieren sollen. „In den Netzwerkbetrieben werden vorliegende wissenschaftliche Ergebnisse sowie neue Technologien und Verfahren praxisnah erprobt und weiterentwickelt", so Aigner.
Im Frühjahr 2013 sollen ähnliche Vorhaben für Ackerbohnen und Erbsen auf den Weg gebracht werden.
Die Eiweißpflanzenstrategie ist eine Konsequenz des breiten gesellschaftlichen Dialogs über Landwirtschaft. Er wurde im vergangenen Jahr vom BMELV angestoßen. Seine Ergebnisse sind in der „Charta für Landwirtschaft und Verbraucher" gebündelt worden.
Quelle: az
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