Bundesländer wollen Biobauern fördern

21.05.2013

Die Bundesländer Hessen und Nordrhein-Westfalen kündigen die weitere Förderung für ökologischen Landbau und Maßnahmen zum Umwelt- und Naturschutz an. Hessens Landwirtschaftsministerin Lucia Puttrich (CDU) will in der kommenden EU-Förderperiode von 2014 bis 2020 die Umstellung auf und die Beibehaltung von ökologischem Landbau mit insgesamt 65 Mio. € unterstützen. Das Agrarumweltprogramm biete einen flächenbezogenen finanziellen Ausgleich für die höheren Aufwendungen, geringere Erträge und vor allem für das Umstellungsrisiko zum ökologischen Landbau. Bei Neuantragstellern beträgt diese Beihilfe seit 2010 210 €/ha in den ersten beiden Jahren und für alle Folgejahre 170 €/ha. Für Gemüse beträgt der Umstellungszuschuss 480 €/ha in den ersten beiden Jahren und danach 360 €/ha und für Dauerkulturen 630 €/ha. Hinzu kommt der Kontrollkostenzuschuss von 35 €/ha bis maximal 530 € pro Betrieb.

Förderprogramm in NRW Auch in Nordrhein-Westfalen (NRW) werden Fördermittel für Öko-Landbau und für Tierschutzmaßnahmen bereitgestellt. Im vergangenen Jahr waren das etwa 43,5 Mio. € für rund 15.000 teilnehmende Betriebe. Ab sofort können Landwirte in NRW ihre Anträge für die Förderung von landwirtschaftlichen Flächen, zum Öko-Landbau und für Tierschutzmaßnahmen stellen. NRW-Landwirtschaftsminister Johannes Remmel (Grüne): „Wir setzen uns bei der EU dafür ein, dass die Gelder für den ländlichen Raum und damit auch für die Agrarumwelt- und Tierschutzmaßnahmen sowie für den ökologischen Landbau nicht gekürzt, sondern erhöht werden."

Auch Thüringen steht zu Biobauern Auch die Thüringer Landesregierung stehe zu dem im Zukunftskatalog Landwirtschaft 2020 zugesagten Ausbau des Ökolandbaus. Der Anteil des Ökolandbaus in Thüringen soll auf 10 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche wachsen und sich damit verdoppeln. Für die Förderung des Ökolandbaus werden im Jahr 2013 bis zu 4,3 Mio. € ausgegeben. Mit diesem Geld werden Betriebe unterstützt, die bereits in der Umstellung von konventioneller zur ökologischer Landbewirtschaftung sind bzw. schon vor längerer Zeit auf Ökolandbau umgestellt haben. Für diese Betriebe sei eine Förder-Verlängerung bis ins Jahr 2014 gesichert, heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums. Da die EU-Förderperiode (2007-2013) kurz vor dem Auslaufen steht, der Etat und damit die Fördermöglichkeiten seitens der EU für die Jahre 2014-2020 aber noch nicht im Detail fest gelegt sind, beeilen sich die Länder zu erklären, dass die Unterstützung des Ökolandbaus fortgesetzt werden solle.

Quelle: az

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