Weniger Weizen in Kanada erwartet

07.02.2014

Kanada wird deutlich weniger Weizen ernten. Nach der Rekordernte aus dem Jahr 2013 kehrt die kanadische Weizenproduktion in der Saison 2014/15 wieder zu durchschnittlichen Werten zurück. Das erwartet die USDA-Außenstelle in Ottawa.
Die sehr hohe Ernte aus dem Vorjahr wird Einfluss auf die Anbauentscheidungen für das Wirtschaftsjahr 2014/15 nehmen. Da hohe Überhangbestände zum Ende der laufenden Saison erwartet würden, geht die Außenstelle des US-Agrarministeriums USDA in Ottawa in einem jetzt veröffentlichten Attaché-Bericht von einem Rückgang des Weizenanbaus zur Ernte 2014 um 12 Prozent aus. Die Fläche werde auf 9,2 Mio. ha schrumpfen, nach 10,4 Mio. ha zur Ernte 2013. Auch die Erträge würden wieder zu durchschnittlicheren Niveaus zurückkehren.
Die Weizenernte 2014 sieht das USDA in Kanada bei 27 Mio. t, das wären mehr als 10 Mio. t weniger als zur Rekordsaison 2013. Da sich die Endbestände 2013/14 gegenüber Vorjahr voraussichtlich mehr als verdoppeln werden auf 11,4 Mio. t, rechnen die Experten auch am Ende der Saison 2014/15 mit überdurchschnittlich hohen Überhangvorräten von 9,6 Mio. t Weizen. Die Exporte von Weizen und verarbeiteten Weizenprodukten werden der frühen Prognose zufolge im kommenden Wirtschaftsjahr 20 Mio. t betragen, nach voraussichtlich 22,2 Mio. t 2013/14. Unterdessen überfordert die Rekordweizenernte in diesem Jahr die kanadische Transportlogistik. So geht das USDA vor Ort davon aus, dass etwa 6 Mio. t Weizen dem Markt nicht zur Verfügung gestellt werden können, da Kapazitäten im Transport und der Lagerung fehlen. So haben Erfasser im Inland teilweise aufgehört, neue Getreidelieferungen anzunehmen. Auch würden Landwirte angewiesen, bereits kontrahierte Mengen erst dann zu bewegen, wenn wieder genügend Eisenbahnwaggons zum Transport bereit stünden. Informationen von Marktteilnehmern zufolge sollen einige kanadische Landwirte dazu übergegangen sein, ihre Ernte Erfassern in den USA anzudienen. Das USDA in Ottawa hält dies aber für keine signifikante Entwicklung. (pio)
Quelle: az

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