BMEL zieht Bilanz zur Ernte 2015
Die deutsche Getreideernte kann sich mit 48,2 Mio. t sehen lassen. Weizen nur knapp unter Vorjahr.
Hier die ersten offziellen Zahlen vom Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) zur Ernte 2015:
Die deutsche Getreideernte 2015 wird einschließlich Körnermais nach Einschätzung des BMEL insgesamt rund 48,2 Mio. t erreichen. Das fünfjährige Mittel von 46,8 Mio. t wird damit
sogar übertroffen. Dies ist das vorläufige Ergebnis der
Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung (BEE) auf der Basis von repräsentativen Ertragsmessungen. Der durchschnittliche Hektarertrag beträgt demnach
7,4 t und liegt damit über dem mehrjährigen Mittel.
Die wichtigste Kultur bleibt Weizen mit einer Erntemenge von ca. 26,4 Mio. t. Das sind 5 Prozent weniger als im Vorjahr. Im Bundesdurchschnitt haben Landwirte
8,1 t/ha geerntet. Die Proteinwerte sind um etwa einen Prozentpunkt höher als im Vorjahr.
Die Roggenernte enttäuscht mengenmäßig mit 3,35 Mio. t, dafür zeigt Brotroggen gute bis sehr gute Backqualitäten.
Zur Nahrungsmittelproduktion in Deutschland werden weniger als eine 1 Mio. t Roggen benötigt.
Daher stehen recht große Mengen für andere Verwendungen sowie für den Export zur Verfügung.
Bei der Wintergerste Ernte 2015 waren viele Landwirte von den hohen Hektarerträgen von durchschnittlich 7,7 t überrascht.
Die Erntemenge mit 9,7 Mio. t übertrifft die Vorjahre.
Die Ernte an Winterraps fällt wegen eines verringerten Flächenumfangs und widriger Witterungsbedingungen deutlich kleiner aus als im Rekordjahr 2014. Daneben wird auch
Schädlingsbefall eine Rolle gespielt haben, denn erstmalig dann div. Beizmittel nicht mehr zur Verfügung. Mit knapp 5,0 Mio. t liegt die Erntemenge um rund 20,0 Prozent unter der von 2014 und um 8,2 Prozent
unter dem mehrjährigen Mittel. Die Ölgehalte präsentieren sich vergleichsweise hoch. (da)
Quelle: az
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